Letztes Wochenende war ich zum ersten Mal im Dojo Forum Kishintai von Jörg Kretzschmar in Köln, wo Jorma einen Wochenendlehrgang abhielt. Selten hat man in Deutschland das Vergnügen, in einem Dojo zu üben, das extra für Aikido als Dojo gebaut wurde. Das Dojo dort ist hell, modern und sehr schön eingerichtet, mit einer schönen Glasfront zu einem hübschen Hinterhof in Kölns Altstadt hinaus. Mit dem Fotografieren sollte man sich trotzdem zurückhalten, es sei denn man steht drauf, wenn die eigenen Personalien von einem netten Beamten in grün festgestellt und überprüft werden – wie in Robbys Fall. Was aber nicht am Dojo, sondern vielmehr an der direkt daneben liegenden Synagoge und eventuellen Terroranschlägen liegt.
Wie ich schon Anna schrieb (*wink*) bin ich noch immer am überlegen, was genau mein Fazit des Wochenendes ist. Es war dieses Mal weniger ein großes Ding oder Hauptthema, das ich mitnehme, als vielmehr viele kleines Dinge.
1. Schwer werden hat nichts mit steif werden zu tun
(Danke Anna)
2. Nicht den Punkt bewegen, der festgehalten wird, sondern immer das, was *nicht* fixiert wird (Danke Jörg)
3. Als Uke bei Ikkyo auf den Abstand achten und auf dem äußeren Bein stehen (Danke Britta)
4. Bei Tenchi nage mehr nach unten und weniger in den Raum werfen. Beim Angriff (z.B. Gyaku hanmi) kommt der Druck nicht nur aus der vorderen Hüfte, sondern auch aus der hinteren. Es ist die Andeutung dessen, dass man als Uke jederzeit bereit ist, einzutreten wenn Nage die Mittellinie nicht schützt/schließt. Dadurch kommt dann auch das „Gummizellenphänomen“ schön deutlich zum Tragen, was viiiieeeel Spaß macht
(Danke Peter für beides)
5. Der Tai sabaki den Nage beim Ausweichen z.B. gegen Yokomen uchi macht, ist vom Bewegungsablauf her quasi gleich zu dem, den Uke macht, was das „Herumgucken“ um die Achse angeht (ja ich weiß, schwer zu kapieren was ich meine, sorry).
Das sind schon mal ein paar Details, die ich im Kopf behalten möchte und einiges davon konnte ich gleich gestern Abend bei Martin im Training umsetzen – es ist witzig wie Martin manchmal genau die Sachen aufzugreifen scheint, die mir im Kopf rumgehen…
Nebenbei gab es am Wochenende noch eine kleine Party zum 7jährigen Dojobestehen, nette Gespräche mit netten Menschen und neue Gesichter, die ich kennenlernen durfte. Unsere Reisegruppe in Sachen Lehrgängen ist langsam eine wirklich geübte Gruppe (Robby, Nathalie, Carola, Norman) mit der man gerne unterwegs ist und ich glaube wir fühlen uns alle mittlerweile wirklich zu Hause im Schweden-Milieu.
Was aber noch wichtig war am Wochende ist folgendes: Jorma wird im kommenden Mai vom 7. bis 9. zum ersten Mal einen Wochenendlehrgang hier halten! Der Termin darf also schon mal im Kalender eingetragen werden